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Bodensee-Seeforelle

Artenschutzprojekt für die Seeforelle

Seeforelle

Die Seeforelle gilt in der Schweiz als stark gefährdet und steht auf der roten Liste. 2011 wählte der Schweizerische Fischereiverband sie zum Fisch des Jahres, um auf die akute Gefährdung und die grosse und traditionelle Bedeutung der Seeforelle für die Fischerei hinzuweisen.

 

Die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) startete ein weiteres Artenschutzprojekt für die Seeforelle im Bodensee und seinen Zuflüssen. Die Arbeitsgruppe Wanderfische koordinierte das Projekt mit dem Ziel, die Laichwanderungen und Laichgründe zu erfassen, zu registrieren und zu kartieren. Die Studie liegt inzwischen vor und lässt Schlüsse zu auf potentielle, aber noch nicht (oder nicht mehr) genutzte Laichgründe. Weiter liegen nun Grundlagen für Wasserbau, Wassernutzung und Gewässerschutz vor, um die Lebensbedingungen für die Bodensee-Seeforellen weiter zu verbessern.

 

Bisher wird ein Grossteil der Seeforellen in den Brutanstalten der Bodensee-Uferstaaten erbrütet (auch in der Fischzuchtanlage Rorschach) und in die Zuflüsse ausgesetzt. Ähnlich wie der Lachs kehrt auch die Seeforelle zum Laichen in ihre "alte Heimat" zurück. Ziel dieser Bemühungen ist letztlich, einen sich selbst reproduzierenden Seeforellenbestand zu fördern. Dabei geht es nicht nur um fischereiwirtschaftliche Belange, sondern auch um Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Von den im Projekt gewonnenen Erkenntnissen werden auch andere Wanderfische im Bodenseesystem (z.B. Nase, Barbe, Felchen usw.) profitieren.


Titelbild Heft 10/2005

Österreichs Fischerei 2005

"Österreichs Fischerei" widmete der Bodensee-Seeforelle eine Extraausgabe.

 

Sie können diese bei uns gratis beziehen oder in der Service-Spalte als pdf-Datei abrufen.