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Jagd


Rothirschjagd ist ein Handwerk

Bild vergrössern: Besucher der Hegeschau 2016

Besucher der Hegeschau 2016

"Fachwissen und Erfahrungswissen sind in der Jagd entscheidend", sagte Regierungspräsident Benedikt Würth in seiner Begrüssungsrede. Über 900 Jagdbegeisterte waren am vergangenen Freitag in die Mehrzweckhalle am See in Walenstadt gekommen, um die Ergebnisse der vergangenen Rothirschjagd im Kanton St.Gallen zu begutachten. Benedikt Würth fand lobende Worte, wies aber auch darauf hin, dass nicht alle Ziele erreicht wurden. Die Abschussvorgaben seien hoch gewesen, mit der Absicht, zwischen den Tieren und ihrem Lebensraum wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Dies sei leider nicht überall erfüllt worden. Es brauche handwerkliches Geschick und jagdliche Erfahrung, um den Auftrag der Jagd zu erfüllen, so Würth.

Jagd in den beiden Appenzell

Jagdverwalter Heinz Nigg, Appenzell Ausserrhoden, und Jagd- und Fischereiverwalter Ueli Nef, Appenzell Innerrhoden, berichteten über die Rotwildjagd in ihrem Kanton. In beiden Kantonen steigen die Bestandeszahlen der Rothirsche und die beiden Referenten stimmten überein, dass die Jagd im ganzen Rotwildraum koordiniert werden müsse.

Erkenntnisse aus Forschungsprojekt

Fakten dazu soll das interkantonale Projekt Rothirsch in der Ostschweiz liefern. Dr. Claudio Signer von der ZHAW Wädenswil, wissenschaftlicher Co-Projektleiter, führte in seinem Vortrag aus, welche ersten Erkenntnisse das seit zwei Jahren laufende Projekt gebracht hat. Die Wissenschaftler konnten feststellen, dass sich bei den meisten Rothirschen die Sommer- und Wintereinstände grossflächig überlappen und wenige grossräumige Wanderbewegungen zu verzeichnen sind. Im Winter bevorzugen die Rothirsche tagsüber bewaldete Gebiete in höheren Lagen. Erst im Schutz der Nacht begeben sie sich vermehrt ins Offenland. Während der Jagdzeit hielten sich viele Rothirsche bereits im Jagdbanngebiet Säntis auf. Andere verschoben sich erst nach Jagdbeginn dorthin oder flüchteten über die Kantonsgrenze nach St.Gallen.

Bisher wurden 44 Rothirsche in allen drei Kantonen mit GPS-Halsbändern besendert und weitere 27 Individuen mit Ohrmarken markiert.

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