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Jagd

Hegeschau 2013 im Zeichen der Veränderung

Guido Ackermann und Dominik Thiel an der Rothirschhegeschau 2013 in Walenstadt

Dominik Thiel (r.), Leiter ANJF, verabschiedet seinen Vorgänger Guido Ackermann

Der Rotwildabschuss 2012 war so gross wie noch nie. An der kantonalen Rothirschhegeschau vom 19. April 2013 war jedoch nicht nur die erfolgreiche Hirschjagd sondern auch die Wolfsfamilie, die sich am Calanda niedergelassen hat, ein Thema.

 

"Was ist nur los mit der Natur?" fragte Regierungsrat Benedikt Würth zu Beginn seines Vortrags. Mit dem Wolf tauche eine Tierart wieder bei uns auf, die vor rund 200 Jahren ausgestorben sei. Andererseits könnten seit wenigen Jahren Hirsche beobachtet werden, die im Winter auf der Suche nach Nahrung in die Tallagen abwandern. Die sonst so scheuen Waldtiere scheinen keine Angst mehr vor den Menschen zu kennen. So wertvoll diese Entwicklungen aus Sicht der Biodiversität auch sei, stelle sie alle Beteiligten vor neue Herausforderungen und könnte zu Konflikten führen. Es müssten neue Lösungen gesucht werden. "Wir werden uns in Zukunft noch verstärkt für die Erhaltung und Aufwertung des Lebensraumes einsetzen müssen", sagte der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes. Wildruhezonen, die Sanierung unterbrochener Wildtierkorridore aber auch Lebensraumverbesserungen im Wald und im Kulturland müssten konsequent umgesetzt werden.

 

Guido Ackermann analysierte die Abschusszahlen des vergangenen Jagdjahres. Die Abschussvorgaben seien sehr gut eingehalten und teilweise sogar übertroffen worden. Er bedankte sich bei den Anwesenden für die Unterstützung während seiner 10-jährigen Amtszeit als Leiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei. Sein Nachfolger Dominik Thiel verabschiedete ihn mit einem kleinen Präsent.

 

Das Referat von Dominik Thiel zeigte Erstaunliches über die Bestandesdynamik bei Rotwild. Trotz immer grösserer Jagdstrecken nehme der Bestand weiter zu. Thiel zeigte auf, welche Gründe hinter diesem Phänomen stecken. Er zog das Fazit, dass der jagdliche Eingriff bei Hirschkühen und -kälbern grösser sein müsste, um eine ungute Entwicklung zu verhindern.

 

 

 

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