Accesskeys

GAöL

Blumenwiese

In Anwendung des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) besteht mit dem Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöL) die Möglichkeit, durch Beiträge Massnahmen zum Schutz und Unterhalt von Biotopen sowie Massnahmen zum ökologischen Ausgleich zu unterstützen.

Bewirtschaftungsverträge nach GAöL

Voraussetzung für die Ausrichtung von Beiträgen für ökologische Leistungen ist der Abschluss eines Bewirtschaftungsvertrages zwischen der Gemeinde und dem/der Bewirtschaftenden. Für alle Objekte mit Schutzauflagen ist ein Bewirtschaftungsvertrag auch Voraussetzung, um Biodiversitätsbeiträge des Bundes zu beziehen (Art. 55 Abs. 5 DZV). Die Vorgaben und Abläufe für den Abschluss eines GAöL-Vertrages sind in einer Wegleitung geregelt.

GAöL-Revision und -Vertragserneuerung

Mit der Agrarpolitik 2014–17 wurden die ökologischen Direktzahlungsprogramme des Bundes ausgebaut. Der Kanton St.Gallen hat in der Folge seine Gesetzgebung im Bereich Landwirtschaft und Naturschutz harmonisiert. Das GAöL wurde 2015 grundlegend revidiert und eine neue Verordnung (V-GAöL) geschaffen. Aufgrund der Neuerungen ist der Revisionsbedarf bei den Bewirtschaftungsverträgen nach GAöL gross. Die rund 7'000 bestehenden Verträge für über 11'000 Objekte im Kanton sind im Laufe der nächsten Jahre anzupassen bzw. neu abzuschliessen. In den ersten zwei Vollzugsjahren wurde rund ein Viertel aller Verträge durch die Gemeinden erneuert.