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Renaturierungen

Wo immer möglich werden Massnahmen zur Aufwertung der Gewässer durchgeführt.

Beispiele sind:

In seinem Oberlauf am Rande des Siedlungsgebietes beim Restaurant Erlen hatte das Erlenbächli ein mässig naturnah gestaltetes Bett. In seinem weiteren Verlauf wurde es durch Bauten und Eindolungen immer weiter eingeengt, so dass es bei starken Regenfällen regelmässig über die Ufer trat. Durch Offenlegung und naturnahe Gestaltung hat es wieder mehr Platz und darf bei einem Hochwasser ein Stück Wiesland überfluten. Zudem schaffen Strukturen aus Holz und Steinen dafür, dass das Wasser unterschiedlich schnell fliesst. Das passt den Fischen und anderen Wasserbewohnern.

Neue Fischtreppe erschliesst alte Laichplätze der Seeforellen in der Goldach

Fredi Fehr öffnet den Schieber

Fischereiaufseher Fredi Fehr öffnet den Schieber zum Umgehungsgerinne an der Goldach.

Mit der Inbetriebnahme des Umgehungsgerinnes beim Wehr des Kraftwerkes Bruggmühle in der Goldach im November 2009, ist das letzte verbliebene Hindernis für Seeforellen beim Aufstieg zu ihren ursprünglichen Laichgebieten beseitigt.

 

Das Wehr der Bruggmühle stellte für die Bodensee Seeforellen ein unüberwindbares Hindernis dar. Sie waren seit mehreren Menschengenerationen von ihren ursprünglichen Laichplätzen im Auengebiet des Goldachtobels abgeschnitten. Diesen Sommer wurde in unserem Auftrag ein Umgehungsgerinne erstellt. Ein gewundener, mit Steinen ausgelegter Bach aus 31 miteinander verbundenen Wasserbecken ermöglicht es den Fischen, das Hindernis zu umschwimmen. Zudem wird während der Aufstiegszeit mehr Wasser durch den Bach geleitet.
 

Rüthi: Rheintaler Binnenkanal - Hochwasserschutz und Ökologie im Einklang

Zur Verhinderung von weiteren Überschwemmungen wurde unterhalb des Dorfes Rüthi der Rheintaler Binnenkanal massiv verbreitet. Dabei wurden auch die ökologischen Aspekte berücksichtigt, sodass das nun vielfältig strukturierte neue Gewässer als Lebensraum für die hier vorkommenden Tieren und Pflanzen deutlich aufgewertet wurde.

 

 

Der Erfolg dieser Massnahmen wird durch Erfolgskontrollen untersucht und dokumentiert werden.

 

Weitere Informationen und Fotos unter: www.rbk-rueti.ch

 

Mels, Flums, Walenstadt: Hochwasserschutzprojekt Seez

Zum Schutz vor Hochwaser und Überschwemmungen musste der Querschnitt des Flussbettes vergrössert werden. Dies ergab die Möglichkeit für Fische und andere Wassertiere die dringend benötigte Strukturvielfalt zu verbessern.

 

Sevelen: Revitalisierung im Werdenberger Binnenkanal

Eine aus fischölologischen Gründen erfolgte Revitalisierung wurde im Werdenberger Binnenkanal bei Sevelen durchgeführt. Mit geringen Mitteln konnten deutliche Strukturverbesserungen wie tiefe Kolke hinter Totholz für grössere Fische oder flache Uferbereiche entlang von Kiesbänken für Jungfische im ehemals montonen Kanal erreicht werden.

Tiefe Rinne und seitliche Kiesbank (Flachwasser für Jungfische)

 

Freie Fischwanderung bei Kleinkraftwerken

Stauwehre verhindern die Wanderung von Fischen und anderen Wassertieren. Diese Wanderungen sind wichtig, um die Abdrift nach Hochwassern kompensieren zu können, Fressplätze und Unterstände zu erreichen oder um zu den Laichplätzen zu gelangen. Bei neuen Wasserrechtskonzessionen hat der Betreiber der Anlage deshalb für funktionierende Fischaufstiegshilfen, so genannte Fischtreppen, besorgt zu sein.

 

Das Beispiel zeigt einen "Vertical Slot"-Fischpass in der Thur bei Bazenheid. Die Fische können durch einen senkrechten Schlitztin das jeweils nächsthöhere Becken schwimmen.

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