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Entschädigung

Die Entschädigung von Wildschaden richtet sich nach dem Jagdgesetz Art. 52ff und der Jagdverordnung Art. 57ff.

 

Als Wildschaden gilt:

  • Schaden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen und landwirtschaftlichen Nutztieren;
  • Schaden, verursacht durch jagdbare Tiere sowie durch Luchs, Bär, Wolf, Goldschakal, Biber, Fischotter und Adler.

 

 

Nicht entschädigt wird Wildschaden, wenn:

  • Selbsthilfemassnahmen ergriffen werden dürfen;
  • der Schaden an Wald oder landwirtschaftlichen Kulturen unter Fr. 300.-- ist;
  • der Schaden an landwirtschaftlichen Nutztieren unter Fr. 200.-- ist.

 

Bagatellschaden an landwirtschaftlichen Kulturen wird entschädigt, wenn die geschädigte Person während eines jagdlichen Pachtjahres mehrere Bagatellschäden an landwirtschaftlichen Kulturen erleidet und der gesamte Schaden aus diesen Bagatellschäden wenigstens Fr. 300.– beträgt.

 

Verfahren

Wichtig: Wildschäden müssen sofort dem kantonalen Wildhüter gemeldet werden. Er begutachtet den Schaden, gibt Ratschläge, wie weitere Schäden verhindert werden können und entscheidet, ob eine Entschädigung in Aussicht gestellt werden kann. Im Entschädigungsfall wird er versuchen, mit den Geschädigten einen Vergleich abzuschliessen.

Falls man sich nicht einig wird, leitet der Wildhüter die Akten ans Amt für Natur, Jagd und Fischerei weiter. Dieses entscheidet über die Entschädigung. Das Verfahren wird rechtlich nach den Grundsätzen des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1) durchgeführt.


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