Accesskeys

Rothirsch


Konzept für Notmassnahmen beim Rothirsch

Der Kanton St.Gallen bestimmt die Notmassnahmen für Rothirsche im Winter. Ruhe und geeignete Lebensräume helfen mehr als Fütterungen.

 

Wildtiere haben verschiedene Überlebensstrategien entwickelt und sind für den Nahrungsengpass und tiefe Temperaturen im Winter gut vorbereitet. Fortbewegung und Raumnutzung im Winter werden massiv reduziert, ebenso der Stoffwechsel, die Körpertemperatur, der Puls und die Verdauung. Weil sie so weniger Energie verbrauchen, brauchen sie auch weniger Nahrung. Wildtiere überleben den Winter am besten, wenn die Bestände dem Nahrungsangebot angepasst sind und nicht gestört werden, damit die Tiere im Energiesparmodus bleiben können.

 

Fütterungen sind keine geeignete Notmassnahme, denn sie setzen den natürlichen Energiesparmodus ausser Betrieb, erhöhen den Energiebedarf und führen bei falscher Nahrung zu Verdauungsproblemen. Ohne Fütterungen verteilt sich das Wild besser in den Wintereinstandsgebieten, hohe Konzentrationen auf kleinstem Raum bleiben aus, was zu weniger Wildschäden, z. B. durch Schälungen, führt. Auch der soziale Stress und die Seuchengefahr für Mensch und Tier sind ohne Fütterungen geringer.


Kantonsübergreifendes Forschungsprojekt zum Rotwild

Rothirsche im Winter

In schneereichen Wintern können in der Rheinebene bei Gams, Grabs und Sennwald grosse Rothirschrudel beobachtet werden - sogar tagsüber! Auch in den beiden Kantonen Appenzell nimmt die Hirschpräsenz zu. Dadurch geraten die Tiere vermehrt in den Fokus des Forstes, der Landwirtschaft, der Bevölkerung und der Politik.

 

Für das Management des Rotwildes in der Ostschweiz fehlen wichtige Grundlagen. Im Rahmen des interkantonalen Forschungsprojekt "Rothirsch in der Ostschweiz" werden diese nun erarbeitet. Aus Telemetriedaten und Informationen über Landschaftsstruktur, Nahrungsangebot und -nutzung sowie menschliche Aktivitäten ergeben sich wertvolle Grundlagen für einen zielgerichteten Umgang mit dem Rothirsch und eine effiziente Jagdplanung über die Kantonsgrenzen hinweg.

 

Der Newsletter Rothirsch informiert Sie regelmässig über den Verlauf des Projekts. Hier abonnieren Sie ihn. Nachstehend finden Sie die bisherigen Ausgaben.

Servicespalte

Bilder aus dem Projekt

Karten

Übersicht über die Bewegungen mehrerer weiblicher Rothirsche. Auf die Publikation der Karten von männlichen Rothirschen wird verzichtet, um die Tiere vor rücksichtlosen Abwurfstangensuchern zu schützen. Bitte respektieren Sie die Bedürfnisse der Wildtiere und vermeiden Sie Störungen.