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Problempflanzen

Problempflanzen, wie beispielsweise der Klappertopf und verschiedene Neophyten, können bei einem übermässigen Auftreten die floristische Artenvielfalt in einer extensiv bewirtschafteten Fläche reduzieren. Mit einer Mahd bei Blühbeginn und somit vor dem offiziellen Schnittzeitpunkt lassen sich Problempflanzen zurückdrängen. Auf Biodiversitätsförder- und GAöL-Flächen ist dazu eine Sonderbewilligung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) notwendig. Diese kann beim Klappertopf über das unten beschriebene Verfahren beantragt werden. Für alle anderen Problempflanzen ist unter Angabe des Standortes, der betroffenen Fläche und der Pflanzenart ein Antrag per E-Mail an gaoel@sg.ch einzureichen.

 

Klappertopf

In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt und dem Landwirtschaftlichen Zentrum St.Gallen ist das Bewilligungsverfahren für einen Klappertopf-Frühschnitt auf 2018 hin überarbeitet worden. Im neuen Verfahren kann bei einer frühzeitigen Meldung ein Frühschnitt bereits für das aktuelle Jahr bewilligt werden und nicht wie bisher erst aufs Folgejahr. Zudem wird ein Frühschnitt nur noch für artenreiche Flächen bewilligt, sprich wenn diese mindestens die Anforderungen an die Qualitätsstufe II erfüllen.

 

Falls Bewirtschafter auf einer Biodiversitätsförder- oder GAöL-Fläche mit Qualitätsstufe II einen hohen Anteil an Klappertopf feststellen, können sie über ein Gesuchsformular einen Frühschnitt beantragen (siehe Merkblatt und Antragsformular rechts). Das ausgefüllte Antragsformular ist bis spätestens 30. April (Tal- und Hügelzone) bzw. 15. Mai (Bergzonen I bis IV) beim ANJF einzureichen. Eine Fachperson beurteilt anschliessend die betroffene Fläche und stellt bei positiver Beurteilung für das aktuelle Jahr eine Sonderbewilligung für einen Frühschnitt aus. Später eingereichte Gesuche erhalten die Bewilligung fürs Folgejahr. Bei einer ganzflächigen Mahd muss ein Rückzugsstreifen von 10 Prozent stehen gelassen werden.